Mode- und Textilgewerbe im Überblick

Hier mal eine ältere Nachricht über die deutsche Mode-Branche.

Die Konzentration im deutschen Textileinzelhandel nahm 2005 weiter zu. Spezialisierte Filialisten haben ihre Umsätze im vergangenen Jahr nicht selten zweistellig steigern können. Die höchsten Zuwachsraten erzielten Esprit (plus 22 %), New Yorker (plus 20,4 %), Engbers (plus 16 %) und Bonita (plus 14 %). Am Umsatz gemessen die größten sind immernoch die spanische Inditex-Gruppe mit ihren Zara-Filialen und die schwedische Hennes & Mauritz. Die Spanier sind inzwischen der größte Mode-Händler Europas und lösten H&M ab.

Bei den Lebensmittel-Discountern lief das Geschäft mit Textilien uneinheitlich. Während Lidl seine Umsätze nach TW-Schätzung leicht steigern konnte (plus 1,4 %), gingen die Erlöse mit Textilien bei der Aldi-Gruppe (Nord und Süd) leicht zurück (minus 0,5 %).

Teleshopping hat sich als Vertriebskanal für Textilien endgültig etabliert. Mit HSE24 ist nach dem Marktführer QVC jetzt ein zweiter Anbieter in der Größtenliste vertreten. Bei HSE24 schätzt die TW den Umsatz auf 54 Mio. Euro, QVC konnte seinen Textilumsatz um über 28 Prozent auf 170 Mio. Euro steigern.

Nach Berechnungen des Bundesverbands des Deutschen Textileinzelhandels in Köln (BTE) wurden im 54,6 Mrd. Euro (brutto) umgesetzt, nach 55,6 Mrd. Euro im Jahr 2004 (minus 1,4 %). Das bedeutet allerdings nicht, dass das Interesse der Deutschen an Textilien und Bekleidung sinkt. Vielmehr rührt das leichte Minus her vom anhaltenden Erfolg der Lebensmittel-Discounter, Textil-Discounter und Anbieter wie Tchibo, durch deren niedrige Preise der Durchschnittspreis von Textilien sinkt.

Nach Stückzahlen, das zeigen viele Marktanalysen, ist der Markt nicht kleiner geworden. Die Geschäftsentwicklung 2006 ist seit langem mal wieder positiv. Die Umsätze der Unternehmen im TW-Testclub, dem größten Panel im deutschen Textileinzelhandel, liegen nach acht Monaten bei plus 1 Prozent.

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