Pferde und der Reitsport faszinieren Millionen von Menschen. Grund dafür ist vor allem die Beziehung Mensch-Pferd. Dieser Sport kann mit keinem anderen verglichen werden, da hier von keinem Sportgerät, sondern von einem “Partner Pferd” die Rede sein muss. Das begeistert besonders junge Mädchen, die in Reitschulen die Kunst des Reitens erlernen. Wichtig ist dabei nicht nur das Reiten selbst, sondern auch die Pflege des Pferdes. Um beispielsweise ein Reitabzeichen zu erlangen, reicht es nicht, Springen und Dressur zu können, es müssen ebenfalls Kenntnisse über Pflege, Krankheiten des Pferdes, Haltung und Versorgung vorhanden sein.
Insgesamt gibt es weltweit um die 200 Pferderassen. Man unterscheidet zwischen Warmblüter, welche man zumeist im Sport antrifft, den Vollblütern (Rennpferde), Kaltblütern, die früher die schwere Arbeit bei den Bauern tätigten heute allerdings kaum noch Funktion haben, und Ponys, den Kleinpferden bis 1,48 Meter, die universell, vor allem aber für Kinder eingesetzt werden.
Wer reiten lernen möchte, der muss sich zunächst mit dem Auf- und Absteigen sowie den Gangarten Schritt, Trab und Galopp auseinander setzen. Es gibt auch Spezialgangarten wie Pass und Tölt, welchen vor allem die kleinen Islandpferde bekannt machten.
Dann geht es beim Reitunterricht um das Erlernen der verschiedenen so genannten “Hugschlagfiguren”. Viel Arbeit steht also bevor, bis beispielsweise der erste Ausritt auf dem Programm steht.
Vielen Reitern geht es allein um das Freizeitvergnügen mit dem Pferd, andere wollen jedoch auch im Sport Erfolge feiern. Dabei gibt es eine Vielzahl von verschiedenen Möglichkeiten. So zum Beispiel die drei bekanntesten – Olympischen – Disziplinen Springreiten, Dressur und Vielseitigkeit. Beim Springen geht es darum, keine Hürde zu reißen, da dies mit Strafpunkten geahndet wird, bei der Dressur müssen Bahnfiguren auf höchstem Niveau geritten werden. Die Vielseitigkeit kombiniert beide Disziplinen mit einem zusätzlichen Geländeritt über Hindernisse.
Sehr beliebt ist auch das Westernreiten, ein komplett anderer Reitstil aus den Vereinigten Staaten. Er wird abgeleitet vom Reiten der Cowboys. Die Disziplin Reining, die Westerndressur, gehört sogar zum Programm der Weltmeisterschaften im Reitsport. Ebenso wie das Fahren mit dem Vierspänner. Mit Kutschen zu fahren war früher die einzige Möglichkeit lange Strecken zu überwinden. Heute ist es für die Fahrer Freizeitspaß und Sport.
Viele Kinder beginnen ihre Karriere im Reitsport dagegen mit dem Turnen auf dem Pferd, dem Voltigieren. Es ist der spielerische Umgang mit dem Partner Pferd, der dabei eine besonders intensive Beziehung ermöglicht. Manch ein kleiner Voltigierer führt später Übungen wie Fahne oder Mühle als Sport aus, denn auch diese Disziplin gehört zum Repertoire der Weltmeisterschaften.